LUISA

Germany, 2025, 94 min

„True Crime mit liebevoller Figurenzeichnung – „Luisa" schafft den Spagat zwischen der spannungssichernden Form eines Whodunnit und einem ruhig, ja lakonisch beobachtenden Blick auf die Lebenswelt von Luisa, der den skandalösen Missbrauch genauso alltäglich erscheinen lässt, wie er ist.“

nachtkritik

„Celina Schaaf spielt mit Bravour LUISA, die der Belastung standhält – wütend und tapfer, in einem Drama, in der Inklusion eine Selbstverständlichkeit ist.“

KinoKino

DER FILM

SYNOPSIS

LUISA ist vor kurzem von zu Hause ausgezogen und neugierig, was das Leben für sie bereithält. Sie liebt Partys, ist für jeden Spaß zu haben, lässt sich auf Flirts und kleine Abenteuer ein. Sie lebt in der Wohngruppe einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung am Rande einer deutschen Kleinstadt. Dort erhält sie Unterstützung in ihrem oft turbulenten Alltag. Unbemerkt wird Luisa zunehmend stiller, in der Wohngruppe geht das alltägliche Leben weiter, bis unerwartet festgestellt wird, dass Luisa schwanger ist. Luisa selbst sagt nicht, wie das passiert ist, sie schweigt. Jede und jeder weiß, dass ihr Freund Anton nicht zeugungsfähig ist. Der Verdacht auf sexuellen Missbrauch liegt nahe. Luisa entschließt sich, die Schwangerschaft abbrechen zu lassen. Die Polizei wird eingeschaltet und versucht herauszufinden, ob eine Straftat vorliegt. Die Ermittlungen werden zur Belastungsprobe für Luisa, ihre Beziehung zu Anton und für das gesamte Personal der Wohneinrichtung.


LOGLINE

LUISA lebt in einer Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderung. Sie ist 22 Jahre alt und neugierig auf das Leben. Unbemerkt wird Luisa immer stiller, der Alltag in der Wohngruppe geht weiter, bis unerwartet festgestellt wird, dass Luisa schwanger ist. Sie erzählt niemandem, was passiert ist, sie schweigt. Es wird sexueller Missbrauch vermutet. Ein Drama. Ein True Crime.

üBER

Regie

„Ziel war es, die Erzählung um Luisa und ihre Auseinandersetzung mit den Grenzverletzungen, die ihr zustoßen, möglichst einfühlsam und respektvoll zu umkreisen. Parallel sollte die häufig verborgene Lebenswelt von Menschen mit Behinderung in jener machtvollen Institution zeigen, die sie beschützen soll, aber zugleich bedrohlich für ihre körperliche Integrität und ein selbstbestimmtes Leben ist. Denn

Biographien

Bio Regie: JULIA ROESLER
Julia Roesler studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim, Gaststudien in Freiburg und Argentinien. Seit ihrem Diplom arbeitet sie als freischaffende Regisseurin. Sie hatte Lehraufträge an der HBK Braunschweig, Mozarteum Salzburg, Uni Hildesheim und der Bundesakademie Wolfenbüttel. Als Gründungsmitglied von werkgruppe2

JULIA ROESLER, Regie
Julia Roesler studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim, Gaststudien in Freiburg und Argentinien. Seit ihrem Diplom arbeitet sie als freischaffende Regisseurin. Sie hatte Lehraufträge an der HBK Braunschweig, Mozarteum Salzburg, Uni Hildesheim und der Bundesakademie Wolfenbüttel. Als Gründungsmitglied von werkgruppe2 (dazugehören auch die Komponistin Insa Rudolph und die Dramaturgin Silke Merzhäuser) führt sie Regie bei allen dokumentarischen Theaterarbeiten und hat bis heute über 20 Inszenierungen realisiert. 2020 wurde die Filmproduktion werkgruppe2 filmproduktion gegründet, mit dem sie zu dritt Film-Produktionen entwickeln, bei denen Julia Roesler jeweils Regie führt. 2018 gewann der erfolgreiche erste hybride Kurzfilm MARINA beim DOK Leipzig den Preis für den besten deutschen kurzen Dokumentarfilm. Es folgten weitere preisgekrönte Kurzfilme (FREDDA MEYER, ANNA, SCHWESTER JOHANN BAPTIST) und mit LUISA, der erste realisierte Spielfilm. Derzeit arbeitet sie zusammen mit Silke Merzhäuser an einem nächsten geförderten Drehbuch mit dem Arbeitstitel NELKENSTRASSE 16.

Das Theaterensemble MEINE DAMEN UND HERREN
aus Hamburg ist eine feste Gruppe von Performer*innen mit und ohne Behinderung. Seit 1996 hat die Gruppe eine Vielzahl an Theaterstücken entwickelt und sie u.a. auf Kampnagel sowie auf überregionalen Bühnen und Festivals auf die Bühne gebracht. Dabei arbeitet sie in allen Gewerken (Regie, Choreographie, Dramaturgie, Bühne, Kostüm etc.) mit erfahrenen Kolleg*innen vornehmlich aus der freien Szene zusammen. 2022 erhielt die Gruppe den Tabori Preis, bundesweit die höchste Auszeichnung für die Freien Darstellenden Künste.​

CAST & CREW

Cast

Celina Scharff
Katharina Bromka
Michael Schumacher
Melanie Lux
Josefine Großkinsky
Noa Michalski
Matthias Zalachowski
Lina Strothmann
Dennis Seidel
Trixi Strobel
Martin Schnippa
Hadi Khanjanpour
Tim Porath
Gina Calinoiu
Bernd Hölscher
Sarah Hostettler
Alrun Hofert
Mathias Max Herrmann
Eva Löbau
Peter Lohmeyer

LUISA
TANJA
OTTO
GISELA
BÄRBEL
MONIKA
TOBIAS
ALEX
ANTON
LEA, BETREUERIN
DANIEL, BETREUER
FABIAN, BETREUER
HOLGER, BUSFAHRER
MARTA, BETREUERIN
LUISAS VATER
KOMMISARIN NEUBAUER
DR. PLATE, ÄRZTIN
TANJAS VATER
LUISAS MUTTER
EINRICHTUNGSLEITER

Crew

Regie: Julia Roesler
Buch: Silke Merzhäuser, Julia Roesler
Kamera: Frank Amann
Musik: Insa Rudolph
Montage: Anne Jünemann
Sounddesign: Sebastian Tesch
Mischung: Ansgar Frerich
Szenenbild: Thomas Rump
Kostüm: Anna-Leena Rieger
Maskenbild: Hanna Buß
Produktionsleitung: Günter Fenner
Beratung Inklusive Filmproduktion: Sophie Arlt
Produktionsassistenz Meine Damen und Herren/ barner 16 Janne Plutat
Aufnahmeleitung, Produktionskoordination Marianna Martens
Zusatz Aufnahmeleitung Emma Göttgens
Produktionsassistenz Katharina Hotes, Paulina Gioia
Dreh-Begleitung Meine Damen und Herren/ barner 16 Simone Burckhardt, Lone Lausen, Henrik Weber, Martha Gerstenberg, Isabel Nagel
Schauspielcoaching Cornelia Dörr

Produzentinnen: Silke Merzhäuser, Andrea Ufer, Gunter Hanfgarn, Julia Roesler, Insa Rudolph
Redaktion Lucia Haslauer (ZDF)
Regieassistenz Niclas Zöllner
Dramaturgie Silke Merzhäuser
Dramaturgische Beratung Tina Kaiser
Fachberatung Claudia Chodzinski, Jörn Dieterich

GALERIE

HINTERGRUND

Der Debüt-Kinospielfilm LUISA, der als Koproduktion von werkgruppe2, Hanfgarn & Ufer und dem ZDF-Das kleine Fernsehspiel entstanden ist, wurde mit einem professionellem Cast aus zehn Schauspieler*innen mit und zehn Schauspieler*innen ohne Behinderung realisiert, das ist ein enormes Alleinstellungsmerkmal und hat es so mindestens in Deutschland noch nicht gegeben.

Das Drehbuch wurde von Julia Roesler und Silke Merzhäuser auf Basis einer monatelangen Recherche in Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung geschrieben. Neben der individuell bewegenden Geschichte der jungen Bewohnerin LUISA sollen auch die Strukturen, die die extrem hohen Fallzahlen von Missbrauch an Frauen mit Behinderung ermöglichen, gezeigt werden. In der Drehbuchentwicklung wurde mit dem inklusiven Ensemble MEINE DAMEN UND HERREN aus Hamburg zusammengearbeitet, von denen auch einige Schauspieler*innen zum Cast gehören. Gemeinsam wurden die Figuren so weiterentwickelt, dass sie sowohl in Bezug auf die eigene inhaltlich-künstlerische Vorstellung, als auch in Hinblick auf vorhandene Barrieren für die Schauspieler*innen spielbar wurden. Während des Drehs wurden sowohl geskriptete, als auch improvisierte Szenen gefilmt.



REGIE KOMMENTAR: Julia Roesler
„Ziel war es, die Erzählung um Luisa und ihre Auseinandersetzung mit den Grenzverletzungen, die ihr zustoßen, möglichst einfühlsam und respektvoll zu umkreisen. Parallel sollte die häufig verborgene Lebenswelt von Menschen mit Behinderung in jener machtvollen Institution zeigen, die sie beschützen soll, aber zugleich bedrohlich für ihre körperliche Integrität und ein selbstbestimmtes Leben ist. Denn wenn es die Strukturen der Heimunterbringung sind, die Missbrauch in dem Maße ermöglichen, also Institutionen, die Schutz für ausgerechnet die vulnerabelsten Menschen in der Gesellschaft versprechen und nicht halten können, wie können wir das szenisch und visuell abbilden? Und wie können wir als Gesellschaft das verändern?<br Für den Dreh war es wichtig, einen inklusiven Cast an unserer Seite zu haben, mit dem all diese Fragen diskutiert werden können, um möglichst wenige Stereotype über Menschen mit Behinderung zu reproduzieren und natürlich auch die Perspektive von Menschen mit Behinderung laut zu machen. Die Erfahrung der Zusammenarbeit mit den Schauspieler*innen des Ensembles MEINE DAMEN UND HERREN war geprägt von Offenheit und großem gegenseitigen Vertrauen, wobei Celina Scharff als Luisa in ihrer ersten großen Rolle eindeutig das mitreißende Kraftzentrum des Films ist, fokussiert, fragend, fordernd, entschlossen, eigensinnig.“​


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